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Kietzer Weg 4

Kietzer Weg 4

ZeitraumStatusGeografische LageStammlinie
1884 bis 1896 →Zweiggemeinde von Berlin OAnsicht in Google MapsEFG Lichtenberg
Kietzer Weg 4 um 1957
Kietzer Weg 2014

1880 wurde die Station Friedrichsberg eröffnet. – Außer diesem einen Satz in der Festschrift zur Hundertjahrfeier der Ersten Baptistengemeinde Berlin Schmidstraße 17 findet sich kein weiterer Hinweis auf eine Arbeit vor 1884 in Friedrichsberg.

Friedrichsberg 1) grenzte im Süden an die Kolonie Boxhagen, später Teil der Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg. Die Grenze verlief um 1900 an der Boxhagener Straße und Weserstraße. Im Norden bildete die Frankfurter Allee die Grenze. Im Westen endete Friedrichsberg an der Niederbarnimstraße und im Osten etwa an der heutigen Schulze-Boysen-Straße.

Unsere Gemeinde hat eine sehr lange Vorgeschichte. Man höre und staune: Bis ins Jahr 1884 reicht sie zurück. In diesem Jahr zog ein frischgebackenes, junges Ehepaar - Joseph und Luise Wiese - in ein kleines Häuschen am Kietzer Weg 4 (Nähe Bahnhof Ostkreuz) ein.2)

  • Im ersten Adressbuch mit Friedrichsberg, Lichtenberg und Wilhelmsberg von 1876 ist der Kietzerweg noch nicht vorhanden.
  • 1877-1878 Eigentümer Wiese Chr. Nachtwächter - Kietzerweg Wiesesches Haus (noch keine Hausnummern bis 1880).
  • 1879 ist das Wiesesches Haus im Kietzer Weg nicht aufgeführt.
  • 1879-1880 Wiese Chr. Nachtwächter bzw. Wächter wohnhaft Rummelsburger Str. 543)
  • 1880 Kietzer Weg 4 Baustelle
  • ab 1881 Kietzer Weg 4 (Eigentümer Chr. Wiese, Nachtwächter)4)

Arbeit mit Kindern durch Luise und Joseph Wiese (Tischler). Beide waren Mitglieder der Gemeinde Schmidstraße, ab 1890 Mitglieder der Gemeinde Gubener Straße.

Der Kietzer Weg ist der Verbindungsweg zwischen dem alten Lichtenberger Ortskern und der ab 1783 auf einer freien Feldmark durch Kommissionsrat Claar angelegten Kietzer Lacken. Ein kleines Stück zwischen dem Wiesenweg unter dem Bahndamm hindurch bis zur Wilhelm-Guddorf-Straße ist noch fast in seinem ursprünglichen Zustand erhalten. Das nördliche Teilstück wurde 1972 zugunsten der Wohnbebauung im Bereich Frankfurter Allee Süd aufgegeben. In den 1920er Jahren wurde eine Unterführung unter der Ringbahn in Richtung Friedrichshain gebaut, nachdem der weiter nach Süden führende Kietzer Weg für den Bau des Werkes der Knorr-Bremse unterbrochen worden ist.

Das Haus Nummer 4 befand sich auf dem nördlichen Teilstück des Kietzer Wegs und ist heute nicht mehr vorhanden.

2)
Chronik der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Lichtenberg, Berlin 1975
3)
Seit 1913 Tasdorfer Straße. Sie verläuft im südlichen Teil des Wohngebiets Frankfurter Allee Süd unter dem Bahndamm einer Verbindungsbahn hindurch. Bis zur Eröffnung des Neubauviertels reichte die Straße im Norden bis zur Frankfurter Allee. Vor der Festlegung des heutigen Namens hieß sie Rummelsburger Straße.
4)
Zentral- und Landesbibliothek Berlin: Berliner Adreß Buch für das Jahr 1886
Zuletzt geändert: 01.05.2017 11:40